Liebe Shirthunters-Freunde, habt ihr euch gewundert, wo die täglichen Posts bleiben? Wie so oft war es anders geplant, doch eine Fahrt mit der Mitfahrzentrale aus dem Rheinland nach Süddeutschland machte einen kleinen Strich durch die shirthuntersche Rechnung. Die Abfahrt in Köln verlief planmäßig, und auch die ersten zwei Stunden blieben ungetrübt. Dass wir dann die A5 verließen, obwohl noch kein Stau in Sicht war, schrieb zunächst der weisen Voraussicht unserer jungen Fahrerin zu, die sich jedoch, wie ich später feststellte, vom dem Althippie vorne rechts bequatschen lassen hatte, die Autobahn zu verlassen, da vor uns bestimmt ein Stau wäre. In Folge dieses grandiosen Manövers sah ich erst das Schild (Zoll / Douane) an mir vorbeirauschen, gefolgt vom Hinweis, dass es noch 490 Kilometer nach Paris seien. Gut, ein kleiner Abstecher nach Frankreich war mir im Notfall Recht, Hauptsache ich bekam den Anschlusszug zu meinem Zielort. Der Blick auf die Uhr bestätigte aber meine Befürchtung, dass die Chancen darauf schneller sanken als die Titanic. Gut, der 68er von vorne rechts musste in den unwesentlich größeren Nachbarort und versicherte mehrfach, dass die Züge von dort "ganz häufig und mindestens alle 30 Minuten" fahren würden - mag sein, jedoch nicht nach 21:00 Uhr, siehe oben. Auf einen den vorbeifahrenden Güterzüge aufzuspringen, verwarf ich ob ihrer Geschwingkeit und teilte mir ein Taxi mit einem Leidensgenossen (hinten rechts). 68 Euro (23 Euro Mitfahrzentrale ins Nichts, 45 Euro Taxi) und sieben Stunden apäter warf ich mich dann vor Freude auf den Boden des Freiburger Bahnhofs, es heißt ja schießlich Empfangshalle. Dass ich dann noch münzfressende Telefonzellen nutzen musste, weil mein Nokia 5800 auf der Fahrt schon zum zweiten Mal den Geist innerhalb von drei Wochen aufgegeben hatte, war dann auch nur das kleinere Übel - nur der Onlinezugang zum Bloggen ließ sich ohne nicht mehr realisieren.
Fazit & Notiz an mich selbst: Falls ich in Zukunft nochmal mit der Mitfahrzentrale fahre, dann nur noch zum tatsächlichen Wunschzielort, und nicht in ein 500-Einwohner-Dorf "in der Nähe", ab dem nach 21:00 keine Züge mehr fahren. Und den Althippie vergessen wir in der Pinkelpause an der Autobahnraststätte. Aus Versehen. Natürlich.
Untätig war ich trotzdem nicht und habe stattdessen die internetfreie Zeit genutzt, den kleinen eingesandten Shirthügel abzuarbeiten. Freut euch daher in den nächsten Tagen auf Reviews von Shirts von Human Empire, A Better Tomorrow und, gleich im Anschluss, von Aaitski.